Beziehungen aufbauen – Menschen gewinnen

Ob in Freundschaft, Partnerschaft, Flirtsituationen, beim Networking, im Verkauf, in Verhandlungssituationen oder bei der Kundenbindung: Der Aufbau vertrauensvoller Beziehungen entscheidet über unseren Erfolg.

Ich krieg dich! Menschen für sich gewinnen – Ein Ex-Agent verrät die besten Strategien

In seinem Besteller „Ich krieg dich! Menschen für sich gewinnen – Ein Ex-Agent verrät die besten Strategien“ legt der Autor Leo Martin die Vorgehensweise für das Anwerben von V(ertrauens)-Leuten aus dem Bereich der organisierten Kriminalität zugrunde. Als Agent suchte er Menschen, die ihn mit Informationen versorgten und die ihm dazu blind vertrauen mussten. Seinen Erfolg schreibt er seinen Fähigkeiten zu, schnell vertrauensvolle und belastbare Beziehungen zu Menschen aufbauen zu können, auch zu solchen, die man eigentlich im normalen Leben gar nicht kennenlernen möchte.

Wir haben es viel einfacher, denn unsere Ansprechpartner bewegen sich nicht im kriminellen Milieu. Dennoch ist uns nicht jeder Gesprächspartner von vorn herein sympathisch und manche Menschen empfinden wir als nervig oder schwierig. So sind die Methoden aus dem Agenten-Handbuch durchaus auf unseren Alltag übertragbar. Es geht letztendlich überall darum, Kontakte zu knüpfen, das Vertrauen anderer zu gewinnen und eine positive Beziehung aufzubauen.

Viele der Inhalte des Buches finden sich auch in anderen Quellen. Selten wurde es jedoch so amüsant und unterhaltsam präsentiert, was die Lektüre empfehlenswert macht.

Die wichtigsten 7 Tipps zum Aufbau vertrauensvoller Beziehungen haben wir inspiriert von diesem Buch für Sie zusammengestellt:

7 Tipps, um Beziehungen aufzubauen

1.    Respekt und Wertschätzung, gerade auch wenn es schwerfällt

Welche Grundeinstellung haben Sie anderen Menschen gegenüber? Lernen Sie Ihre Gedanken zu kontrollieren, um auch schwierigen Menschen positiv zu begegnen. Ich bin O.K. und auch mein Gegenüber ist O.K. ist die Minimalhaltung, ehrliche Wertschätzung ist besser. Wenn uns ein Mensch sympathisch ist, ist Wertschätzung ganz einfach. Was aber, wenn mir mein Gegenüber unsympathisch ist? Zwingen Sie sich, mindestens einen positiven Aspekt an jedem Menschen zu finden. Zum Beispiel: Er ist vielleicht arrogant, doch er geht fair mit seinen Mitarbeitern um. Oder: „Sie ist scharfzüngig, doch sie ist klug und kompetent.“ Trennen Sie die Person und ihr Verhalten und konzentrieren Sie sich im Kontakt auf die Stärken des Gegenübers.

2.    Persönliches Interesse und Aufmerksamkeit

Jeder Mensch will als Individuum wahrgenommen werden. Niemand will als Umsatzbringer gelten. Zeigen Sie aufrichtiges Interesse an der Person. Gehen Sie offen in ein Gespräch und achten Sie auf Kleinigkeiten, die auf persönliche Interessen schließen lassen. Stellen Sie bewusst auch einmal eine persönliche Frage. Finden Sie Gemeinsamkeiten. Machen Sie sich im Anschluss an ein Gespräch unbedingt Notizen über Dinge, die Sie erfahren haben. Zum Beispiel: „Hat Schulkinder, ist Anhänger einer bestimmten Fußballmannschaft, geht gerne in ins Theater oder läuft Marathon.“ Sprechen Sie Ihr Gegenüber beim nächsten Gespräch auf einen dieser Punkt an: „Sind Sie beim Stadtlauf mitgelaufen?“, wäre also eine logische Frage an den Marathonläufer.

3.    Aufrichtige Anerkennung schafft eine positive Atmosphäre

Jeder Mensch sucht nach Anerkennung. Sorgen Sie damit dafür, dass sich Ihr Gesprächspartner wohl fühlt. Schenken Sie Lob und Anerkennung, indem Sie schildern, was Ihnen positiv aufgefallen ist. Um glaubhaft zu sein, sollten Sie stets eine Begründung liefern und/oder eine konkrete Frage stellen. Zum Beispiel: Was für ein schöner Empfangsbereich. Man sieht auf den ersten Blick, was Ihre Firma ausmacht.  Wie lange sind Sie schon an diesem Standort?“ Oder  „Ihre Homepage ist sehr gelungen. Sie ist durch die farbliche Gestaltung sehr übersichtlich. Wie sind Sie auf diese Gestaltungsidee gekommen?“

4.    Uneigennützige Unterstützung hilft beim Beziehungsaufbau

Seien Sie aufmerksam und fahren Sie Ihre Antennen aus. Finden Sie heraus, was er/sie gerade am dringendsten braucht!
Bieten Sie in der Kennenlernphase Unterstützung an, ohne eine Gegenleistung für Gefälligkeiten zu erwarten, indem Sie zum Beispiel:
•    Prozesse und Zusammenhänge erklären
•    Informationen geben
•    Kontakte herstellen
•    Tipps geben

5.    Lassen Sie andere an Ihrem Leben teilhaben

Wir machen gerne Geschäfte mit Menschen, die wir kennen und mögen. Wir erfahren gerne, was andere bewegt und antreibt. Lassen Sie also Menschen an kleinen Ausschnitten Ihres eigenen Lebens und Lebensstils teilhaben. Erzählen Sie etwas über Ihre Hobbies, Ihre Familie, Ihren Freundeskreis. Vielleicht haben Sie auch einen kleinen Geheimtipp parat. Das weckt Neugier, schafft Loyalität und macht Sie unverwechselbar. Entscheiden Sie selbst, welche persönlichen Ausschnitte Sie preisgeben und wo Ihre Privatsphäre unantastbar bleibt.

6.    Beziehungsaufbau: zuverlässig und verbindlich

Sorgen Sie in der Phase des Beziehungsaufbaus für regelmäßige, schnell aufeinanderfolgende Kontakte.  Schreiben Sie Ihren Gesprächspartner innerhalb von drei Tagen nach dem Kennenlernen an und schicken Sie z.B. einen Kontakt, eine Information, eine Broschüre. Oder rufen Sie ihn/sie an. Dies sollte nicht nur der zuverlässigen Einhaltung der gemachten Versprechungen dienen, sondern auch der Festigung der Beziehung. Formulieren Sie in Ihrem Begleitschreiben eine paar persönliche Sätze. Zum Beispiel: „Unser Gespräch hat mich inspiriert und ich würde mich mit Ihnen gerne über … weiter austauschen. Und dann vielleicht noch ein Sätzchen wie „Viel Erfolg bei Ihrem Tennisturnier!“ Überlegen Sie sich gezielt, mit welchen Themen Sie Ihren Gesprächspartner erreichen können.

7.    Vertrauen schaffen

Wer Vertrauen aufbauen will, braucht Geduld. Es ist ein Prozess, der auf Erfahrungen beruht. Geben Sie wenn möglich Ihrem Gegenüber einen Vertrauensvorschluss, indem Sie zum Beispiel in eine kleine Vorleistung gehen. Stellen Sie Ihre Loyalität unter Beweis und drängen Sie nicht auf eine Entscheidung. Manchmal ist die Zeit noch nicht reif für das große Geschäft, weil Ihr Gegenüber gerade seine Prioritäten anders gesetzt hat. Das heißt nicht, dass das Thema aus der Welt ist. Dann ist es umso wichtiger, in positivem Kontakt zu bleiben und sich hin und wieder dezent in Erinnerung zu bringen.

 

Foto: aboutpixel.de Man signing contract © Mark Chambers

Birgit Mauroner

Birgit Mauroner ist Manager Marketing & PR bei BEITRAINING International.

Nach einem internationalen Studium der Betriebswirtschaft in Reutlingen und Reims war sie zunächst als Account Manager für A.C.Nielsen tätig. Seit 2003 ist sie bei BEITRAINING für die Bereiche Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Berufsbegleitend absolvierte sie dabei ein Studium zur akademisch geprüften PR-Beraterin.

Birgit Mauroner

Birgit Mauroner

Birgit Mauroner ist Manager Marketing & PR bei BEITRAINING International. Nach einem internationalen Studium der Betriebswirtschaft in Reutlingen und Reims war sie zunächst als Account Manager für A.C.Nielsen tätig. Seit 2003 ist sie bei BEITRAINING für die Bereiche Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Berufsbegleitend absolvierte sie dabei ein Studium zur akademisch geprüften PR-Beraterin.

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