Der erste Arbeitstag: Start in eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Sie haben lange nach Ihrem neuen Mitarbeiter gesucht und zahlreiche Bewerbungsgespräche geführt. Sie haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und sind zuversichtlich, dass Ihr ausgewählter Wunschkandidat seine Aufgaben gut bewältigen und so einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten kann.

Aber auch der neue Mitarbeiter hat Erwartungen an Ihr Unternehmen, die es zu erfüllen gilt. Viele kleine Einzelheiten, die von Führungskräften möglicherweise vergessen oder unterschätzt werden, zeigen ihm die notwendige Wertschätzung und heißen ihn angemessen willkommen – was letztlich auch Auswirkungen auf seine Motivation hat. Gute Planung und Vorbereitung sind für einen effektiven und positiven Start in eine erfolgreiche Zusammenarbeit daher essentiell.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Der erste Eindruck vom Unternehmen ist für Neulinge besonders wichtig. Um einen guten Start in den neuen Job zu ermöglichen, sollten Probleme mit der Sicherheitskontrolle am Eingang oder mit dem Einrichten der eigenen E-Mail-Adresse möglichst vermieden werden.

Folgende Checkliste ist für die Vorbereitung des ersten Arbeitstages hilfreich:

  • Wann kommt der neue Mitarbeiter? Weiß er Bescheid, wann und wo er erscheinen soll?
  • Wissen die Kollegen am Empfang bzw. in der Abteilung Bescheid, dass ein neuer Mitarbeiter kommt?
  • Ist der Arbeitsplatz für den neuen Mitarbeiter vorbereitet (Telefon- und Internetzugang, persönliche E-Mail-Adresse, Arbeitsunterlagen etc.)?
  • Liegen notwendige Utensilien wie ID-Card, Schlüssel oder Codes bereit?
  • Ist der Einarbeitungsplan (Zeitplan, Zielsetzungen etc.) fertig?
  • Ist der erste Arbeitstag des neuen Mitarbeiters geplant?
  • Liegt ein Handbuch mit Firmen- und Arbeitsplatzrichtlinien (Kleiderordnung, Parken, Kantine, Datenschutz, Verbote, Urlaub, Vergünstigungen etc.) auf?

Begrüßung und Vorstellung des neuen Mitarbeiters

Für neue Mitarbeiter gleicht ein neuer Arbeitsplatz oft einem Dschungel: neue Aufgaben, neue Regeln, neue Kollegen. Für eine gute Integration in das Team sind folgende Punkte wichtig:

  • Planen Sie ausreichend Zeit für ein erstes Gespräch ein, in dem Sie die Zusammenarbeit und das Firmen-Handbuch besprechen.
  • Geben Sie dem Mitarbeiter einen Überblick über das gesamte Unternehmen. Zeigen Sie ihm Arbeitsräume, Gemeinschaftsräume und Toiletten.
  • Stellen Sie neue Mitarbeiter immer offiziell vor.
  • Stellen Sie dem Mitarbeiter einen erfahrenen Kollegen zur Seite, der als „Pate“ fungiert und bei Fragen behilflich ist.

Schritt für Schritt im neuen Job

  • Zeigen Sie dem Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz.
  • Als erste Aufgabe können Sie den Mitarbeiter die eigene Stellenbeschreibung zusammenfassen lassen. So können Sie überprüfen, ob alles verstanden wurde, wichtige Punkte fehlen oder Tätigkeiten auftauchen, die gar nicht zu dieser Position gehören.
  • Geben Sie Ihrem Mitarbeiter anschließend eine erste Aufgabenstellung aus seinem Arbeitsgebiet und besprechen Sie die Lösung und Art seiner Herangehensweise.
  • Der erste Tag sollte der Anfang einer Einarbeitungsphase sein, für die ein genauer Zeitplan, Zielsetzungen und Zuständigkeiten detailliert festgelegt sind.

Abschluss des ersten Arbeitstages

Nehmen Sie sich auch am Ende des ersten Arbeitstages für ein Gespräch mit Ihrem neuen Mitarbeiter und die Reflektion der vergangenen Stunden Zeit. Besprechen Sie den Zeitplan und die Zielsetzungen des Einarbeitungsplans und klären Sie mögliche offene Fragen. Dies gibt dem Mitarbeiter Sicherheit und zeigt ihm, dass er nicht alleine gelassen wird.

Vielen Unternehmen fehlen festgelegte Abläufe vor und während der Einarbeitungsphase neuer Mitarbeiter.
Wichtig ist, den neuen Kollegen zum einen nicht mit Informationen zu überlasten, ihn zum anderen aber auch nicht sich selbst zu überlassen – sonst ist dieser gleich nach den ersten Tagen im neuen Job gefrustet. Planen Sie Freiraum für die Einweisung ein oder beauftragen Sie einen erfahrenen Kollegen damit. Denn fühlt sich der neue Mitarbeiter gut betreut, haben Sie die besten Erfolgschancen für einen motivierten Mitarbeiter und einen guten Start in eine langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Weiterführende Informationen:
http://www.managerseminare.de/Datenbanken_Wissen/Checkliste-Den-ersten-Arbeitstag-motivierend-gestalten,151472

Oke Ketelsen

Oke Ketelsen ist Nationaler Trainings Direktor für BEITRAINING Austria und Bayern.
Er betreut die regionale Trainingsorganisation in Österreich und Bayern mit dem Fokus auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, Franchise-Systemen und Netzwerken. Sein Ziel, diesen schnell wachsenden Firmen eine europaweite Plattform in der Weiterbildung zur Seite zu stellen und damit den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft aktiv zu begleiten, steht dabei im Vordergrund.
Oke Ketelsen durchlief eine langjährige Marketing- und Vertriebskarriere in der internationalen Chemiedistribution und leitete bis Mitte 2003 die Interorgana Chemiehandel GmbH, Köln als Geschäftsführer. Der Aufbau der europäischen Vertriebsorganisation und die Personalentwicklung zählten zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit. Anschließend hat er sich als Gründer und geschäftsführender Partner einer Investmentgesellschaft auf die ganzheitliche Betreuung privater Vermögen spezialisiert.

Oke Ketelsen

Oke Ketelsen

Oke Ketelsen ist Nationaler Trainings Direktor für BEITRAINING Austria und Bayern. Er betreut die regionale Trainingsorganisation in Österreich und Bayern mit dem Fokus auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, Franchise-Systemen und Netzwerken. Sein Ziel, diesen schnell wachsenden Firmen eine europaweite Plattform in der Weiterbildung zur Seite zu stellen und damit den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft aktiv zu begleiten, steht dabei im Vordergrund. Oke Ketelsen durchlief eine langjährige Marketing- und Vertriebskarriere in der internationalen Chemiedistribution und leitete bis Mitte 2003 die Interorgana Chemiehandel GmbH, Köln als Geschäftsführer. Der Aufbau der europäischen Vertriebsorganisation und die Personalentwicklung zählten zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit. Anschließend hat er sich als Gründer und geschäftsführender Partner einer Investmentgesellschaft auf die ganzheitliche Betreuung privater Vermögen spezialisiert.

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