Wer kooperiert, gewinnt!

Kooperationen können zum Erreichen verschiedenster Unternehmensziele eingesetzt werden: Sie können helfen, neue Zielgruppen zu erschließen, die Bekanntheit zu steigern, das Image zu stärken und Kosten zu sparen. Auch ergänzende Fähigkeiten und Ressourcen kann eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen bringen, so können die eigenen Möglichkeiten besser ausgeschöpft und eigene Schwächen ausgeglichen werden. Die Bandbreite ist groß und reicht vom einfachen Erfahrungsaustausch über Co-Promotion und Vertriebskooperationen bis hin zum Joint Venture.

Kooperationen sind nicht nur für Großunternehmen lukrativ. Gerade auch auf regionaler Ebene bieten sich für kleine und mittelständische Unternehmen zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit interessanten Perspektiven.

So stellt z.B. die wachsende Zielgruppe der alten und pflegebedürftigen Menschen spezielle Anforderungen, die Kooperationen geradezu notwendig machen. Für eine Renovierung ist ein zentraler Anbieter für alle anfallenden Gewerke einfacher, anstelle vieler Ansprechpartner, deren Leistungen es zu koordinieren gilt. Es liegt also nahe, dass sich Handwerksbetriebe zusammentun, damit die Arbeit reibungslos vonstatten gehen kann. Auch im Alltag ist die Koordination von Anbietern von Pflegeleistungen, Reinigungsfirmen, Gartendienst etc. notwendig. Kooperationen können für viele Zielgruppen Mehrwerte schaffen, die klare Wettbewerbsvorteile mit sich bringen. So wird es möglich, das eigene Dienstleistungsangebot bedarfsgerecht zu erweitern, um den Kunden einen Zusatznutzen an Service oder Bequemlichkeit zu bringen.

Voraussetzungen für gute Kooperationen

Gute Zusammenarbeit kann und soll für alle Beteiligten von Vorteil sein. Damit verbunden sind aber auch hohe Ansprüche, denn unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen müssen „unter einen Hut“ gebracht werden. Bevor Sie eine Kooperation eingehen, ist eine detaillierte strategische Planung wichtig und notwendig. Legen Sie fest, was Sie mit einer Kooperation bezwecken möchten und welche Rolle Ihr zukünftiger Kooperationspartner dabei spielen soll. Definieren Sie die Ziele und die Art der Kooperation eindeutig.

Besondere Bedeutung kommt der Wahl der richtigen Kooperationspartner zu. Seien Sie kritisch! Denn von Ihrem Partner ist auch abhängig, ob eine Zusammenarbeit funktionieren wird.

Folgende Voraussetzungen müssen für eine langfristig erfolgreiche Kooperation erfüllt sein:

  • Beide Partner profitieren von der Kooperation.
  • Beide Partner haben eine gemeinsame Zielgruppe.
  • Beide Partner haben den gleichen Unternehmensfokus.
  • Die Partner bieten unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen an und stehen nicht in Konkurrenz zueinander.
  • Die Beziehung der Partner beruht auf Vertrauen und Offenheit.

Nicht nur beide Unternehmen profitieren, sondern auch für den Endkunden entstehen Vorteile. Man spricht dann von einer Win-Win-Win-Situation.

Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, helfen drei Goldene Regeln, um eine Kooperation erfolgreich zu gestalten:

  1. Kooperationsziele, Erwartungen und Nutzen für beide Partner schriftlich festlegen.
  2. Die Prozesse, Aufgaben, Kosten und Kompetenzen definieren: Wer ist wofür verantwortlich? Wer trägt welche Kosten?
  3. Für regelmäßige Kommunikation sorgen: Wer sind die Ansprechpartner? Wie wird kommuniziert und in welcher Frequenz?

Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen bringt viele Vorteile mit sich. Wichtig ist, vorab die Ziele einer Kooperation zu klären und eine Strategie zu entwickeln: Je besser die Vorbereitung, desto erfolgreicher wird die Kooperation sein!

Oke Ketelsen

Oke Ketelsen ist Nationaler Trainings Direktor für BEITRAINING Austria und Bayern.
Er betreut die regionale Trainingsorganisation in Österreich und Bayern mit dem Fokus auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, Franchise-Systemen und Netzwerken. Sein Ziel, diesen schnell wachsenden Firmen eine europaweite Plattform in der Weiterbildung zur Seite zu stellen und damit den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft aktiv zu begleiten, steht dabei im Vordergrund.
Oke Ketelsen durchlief eine langjährige Marketing- und Vertriebskarriere in der internationalen Chemiedistribution und leitete bis Mitte 2003 die Interorgana Chemiehandel GmbH, Köln als Geschäftsführer. Der Aufbau der europäischen Vertriebsorganisation und die Personalentwicklung zählten zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit. Anschließend hat er sich als Gründer und geschäftsführender Partner einer Investmentgesellschaft auf die ganzheitliche Betreuung privater Vermögen spezialisiert.

Oke Ketelsen

Oke Ketelsen

Oke Ketelsen ist Nationaler Trainings Direktor für BEITRAINING Austria und Bayern. Er betreut die regionale Trainingsorganisation in Österreich und Bayern mit dem Fokus auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, Franchise-Systemen und Netzwerken. Sein Ziel, diesen schnell wachsenden Firmen eine europaweite Plattform in der Weiterbildung zur Seite zu stellen und damit den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft aktiv zu begleiten, steht dabei im Vordergrund. Oke Ketelsen durchlief eine langjährige Marketing- und Vertriebskarriere in der internationalen Chemiedistribution und leitete bis Mitte 2003 die Interorgana Chemiehandel GmbH, Köln als Geschäftsführer. Der Aufbau der europäischen Vertriebsorganisation und die Personalentwicklung zählten zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit. Anschließend hat er sich als Gründer und geschäftsführender Partner einer Investmentgesellschaft auf die ganzheitliche Betreuung privater Vermögen spezialisiert.

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